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Mannheimer DEL-Stotterstart - Hannover schadlos
Berlin (dpa) - Während sich Eishockey-Meister Hannover am ersten DEL-Wochenende schadlos hielt und auch Nürnberg souverän sechs Punkte einfuhr, hat Titelfavorit Mannheim seine Form noch nicht gefunden.
Die Adler setzten sich zwar mit 2:1 (0:1, 1:0, 1:0) gegen die Straubing Tigers durch - überzeugen konnte der fünfmalige deutsche Meister aber wie schon gegen Neuling München nicht. Anders die Nürnberger, die nach dem überraschenden Erfolg in Ingolstadt auch daheim gegen Hamburg mit 5:2 (0:1, 2:0, 3:1) überzeugten. Ingolstadt revanchierte sich seinerseits für die unerwartete Auftaktpleite am Freitag und fegte Köln auswärts mit 5:3 (1:2, 2:0, 2:1) vom Eis.
Nach dem schmeichelhaften Sieg in der Verlängerung gegen München wurden die Mannheimer auch gegen Straubing ihrer Favoritenrolle zu kaum einem Zeitpunkt gerecht. Fehler in der Defensive und keine Durchschlagskraft im Angriff ließen Coach Harold Kreis an der Bande verzweifeln. Nur folgerichtig brachte Lee Goren die Bayern im ersten Drittel in Führung (11.).
Im zweiten Abschnitt wurden die Gastgeber dann aggressiver, Mario Scalzo belohnte (39.) die Bemühungen mit dem Ausgleich. Weil der Rekordmeister im Schlussdrittel noch einmal das Tempo anzog, sprangen letztendlich dann doch drei Punkte heraus. Ronny Arendt (43.) sorgte für den Siegtreffer und damit für Erleichterung in Mannheim.
Zittern bis zur letzten Minute mussten auch die Fans in Hannover, wo die Scorpions ihre Überlegenheit lange nicht in Tore ummünzen konnten. Nach einem Patzer des ansonsten starken Goalies Travis Scott hatte Diego Hofland (48.) die DEG in Führung gebracht. Doch Thomas Dolak (52.) und Matchwinner Matt Dzieduszycki 47 Sekunden vor Schluss wetzten den Fehler aus und machten den Traumstart perfekt.
Vor allem das System, das Trainer Toni Krinner seine Scorpions spielen lässt, trägt zum Erfolg der Niedersachsen bei: Der Meister stört den Gegner früh - durch das aggressive Pressing hatten sowohl Wolfsburg als auch Düsseldorf kaum Platz für vernünftige Spielzüge.
In Nürnberg sorgte vor allem Verteidiger Thomas James Kemp für Aufsehen, der zweimal im Powerplay erfolgreich war und damit entscheidend zum Sieg beitrug.
In Köln konnten sich die Ingolstädter vor allem bei Haie-Torwart Adam Dennis bedanken, der bei mehreren Treffern unglücklich aussah. Dennoch sah es für die Kölner, die zuvor in Hamburg keine Probleme hatten, im letzten Drittel noch gut aus, als Johan Åkerman (45.) der Ausgleich gelang. Doch nur acht Sekunden später war der Vorsprung wieder dahin, Richard Girard (46.) und später Christoph Gawlik (50.) trafen für die Gäste.
© sueddeutsche.de - erschienen am 05.09.2010 um 21:10 Uhr